Über diesen Blog

In diesem Blog lasse ich mein Reiseleben von 1976 – 2011 Revue passieren anhand dessen was ich noch erinnere. Ich beschreibe keine Sehenswürdigkeiten, keine Routen und gebe keine Reisevorschläge, ich plaudere einfach über das was mich nachhaltig beeindruckte. Meine Ziele – Europa, Nordafrika, Asien – begleiteten mich durch mein Leben, lehrten mich Achtung vor anderen Kulturen und Lebensweisen. Erlebnisse, persönliche Gedanken und Bilder wechseln sich ab – herzlich willkommen – begleiten Sie mich!

Erste Sehnsüchte

Auch ein Storch macht mal einen Fehler … vielleicht war er neu, vielleicht eine Aushilfe … wer weiß, jedenfalls brachte er mich zu Eltern, zu denen ich so überhaupt nicht passte. Irgendetwas ging schief bei der Auslieferung. Ich war ein quirliges, neugieriges Kind, wollte ausprobieren, alles anders machen als üblich, in jedes Loch schauen, überall meine Nase reinstecken. Meine Eltern waren genau das Gegenteil. Mein Vater brauchte nichts weiter als sein Klavier um glücklich zu sein. Meine… Mehr lesen

Wo andere schon waren

In den sechziger Jahren waren Bekannte, deren Dackel meine Oma hin und wieder hütete, auf Mallorca. Das war damals der letzte Schrei. Ich konnte damit noch nichts anfangen, freute mich über ein Perlenkettchen das sie mir mitbrachten, als Dank, weil ich mit dem Dackel während der zwei Wochen Gassi gegangen bin. Fräulein B., meine Lehrerin in der dritten und vierten Klasse Volksschule, kam eines Tages aus den Ferien zurück und verkündete, dass sie in Tunesien gewesen und… Mehr lesen

Wie alles begann

1973 war es soweit, ich war jetzt berufstätig. Meine Eltern hatten mich in eine Großfirma gesteckt, wo ich gut versorgt war und gut verdiente. Ich wollte eigentlich Tierpflegerin werden, aber sie meinten, das sei nichts. Sie hatten sicher nicht unrecht … ich hatte Daktari zum Vorbild, eine Fernsehsendung um einen Tierarzt in Afrika, heile Welt – Affe und Löwe als Haustier. Die Realität sah sicher anders aus in einem Zoo und als ich dann nach Jahren mal… Mehr lesen

Wie ich ein Freigeist wurde

Drei Erlebnisse, die mich prägten und mir etwas mit auf den Lebensweg gaben. Beginne ich im Kindergarten, ich höre schon immer sehr gut, auch heute noch im Alter. Wir standen in Reih und Glied vor Kindergärtnerin und Nikolaus, die nebeneinander saßen. Für jedes Kind hatte der Nikolaus ein Geschenk und einen Kommentar in Richtung ‚Brav gewesen oder nicht.‘ Nun hörte ich leider, wie sie ihm ins Ohr flüsterte was er zu mir sagen sollte. Dann Fräulein B…. Mehr lesen

Suche

Man mag einwenden, dass ich manche Orte und Länder nur abhakte, nicht genügend lang an einem Ort verweilte. Ja, das stimmt. Ich wollte erstmal so viel wie möglich sehen und dann dorthin wo es mir gefiel zurückkehren. So war ich in den meisten Ländern nur einmal, in anderen zwei Mal, in Indien genau zwanzig Mal. Was ich zu Anfang nicht wusste – ich war auf der Suche. Wo die Suche zu Ende war können Sie sich jetzt… Mehr lesen

Gruppenreise

Ich hatte die Gruppenreise für mich entdeckt. Es wurde mir immer klarer, dass ich stets alleine reisen werde. Mein Bekanntenkreis hatte doch ganz andere Lebensziele als ich … Eigentumswohnung, Hochzeit, Haus, Familie. Reisen würden sie dann wenn die Kinder aus dem Haus sind oder wenn sie in Rente sind. So lange wollte ich nicht warten, heiraten stand eh nicht auf meinem Programm und zu was brauchte ich eine Eigentumswohnung, wenn mir dann die Welt nicht mehr offenstand…. Mehr lesen

Marokko 1983

1983 ging es nach Marokko mit Bus und Schiff. Welch ein Zauber, welch ein Traum von Orient. Ich konnte das alles noch gar nicht erfassen. Die Bazare, die Gewürze, das Couscous, der zuckersüße Pfefferminztee, die heißen Brotfladen. Die Landschaft, die Berge, die Palmenhaine und Sonne, Sonne, Sonne nichts als Sonne. Marrakesch und sein Djemaa el Fna, der Platz auf dem Gaukler und Märchenerzähler sich ein Stelldichein gaben. Auf der Terrasse eines kleinen Lokals tranken wir einen Pfefferminztee… Mehr lesen

China 1984

Ich war am Freitag mit einer Freundin verabredet. Als ich klingelte war sie noch nicht fertig. Ich setzte mich an den Tisch … da lag ein Buch von Konsalik – Der Dschunkendoktor. Konsalik war damals in aller Munde, ich hatte noch nichts von ihm gelesen … nach ein paar Seiten war sie fertig, aber ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. ‚Darf ich es übers Wochenende mitnehmen?‘ fragte ich. Ja, ich durfte. Am Sonntagabend… Mehr lesen

USA 1985

Dieses Jahr wurde ich 30 und meine Eltern schenkten mir eine Reise in die USA. Ich hatte mir schon ‚Höhepunkte des Fernen Ostens‘ ausgesucht, meine Mutter meinte aber, die USA müsse man gesehen haben. Wie sie, die Deutschland noch nie verlassen hatte, darauf kam weiß ich nicht. Ich wollte meine Eltern nun auch nicht enttäuschen und, ja, ich gebe zu, es reizte mich schon auch. Also suchte ich mir eine dreiwöchige Reise aus ‚Von Küste zu Küste‘… Mehr lesen